Konstruktion 806
Brandschutz in Tunnelbauwerken und unterirdischen Verkehrsanlagen
In Straßentunneln kann z.B. beim Brand eines Tankfahrzeugs in Folge eines Verkehrsunfalls eine extrem hohe Temperaturbeanspruchung auftreten, die zu erheblichen Schäden in Form von Abplatzungen oder sogar zum Versagen der Bewehrung des Stahlbetons führen kann. Für die amtlichen Brandversuche für Straßentunnel wurden deshalb eigene Temperaturzeitkurven entwickelt: die RABT/ZTVING-Tunnelkurve erreicht schon nach 5 Minuten 1200 K (vgl. Diagramm „Brandverlaufsmodelle“, Seite 212) und findet in Deutschland Anwendung – die niederländische Rijkswaterstaat-Tunnelkurve erreicht von allen Temperaturzeitkurven die höchste Temperaturerhöhung (1350 K).
In zahlreichen Brandversuchen haben sich die PROMATECT®-Brandschutzbauplatten auch bei diesen hohen Temperaturbeanspruchungen bewährt. Weitere Vorzüge sind die hohe mechanische Stabilität, die Feuchtigkeitsunempfindlichkeit und die vielfältigen Möglichkeiten von abgasbeständigen Oberflächenbeschichtungen für Maschinenreinigung. Viele nationale und internationale amtliche Nachweise liegen für den Einsatz von Promat-Konstruktionen in Tunnelbauwerken vor.
Neben Wand- und Deckenbekleidungen sind in Tunnelbauwerken Elektrokabel, Versorgungsleitungen, Rettungswege, Luftkanäle, Fugenbänder in Bewegungsfugen usw. gegen Brandeinwirkung zu schützen. Aus der Vielzahl der Konstruktionen sind beispielhaft PROMATECT®-Bekleidungen, PROMATECT®-Kabelkanäle und Fugenbänder in Bewegungsfugen dargestellt.
Objektbezogene Lösungen werden auf der Grundlage von amtlichen Nachweisen von unserer Anwendungstechnik erarbeitet.